| Das Tauchen hatte für mich damals schon als kleiner Junge begonnen. Ausgerüstet mit Schwimmflossen und Maske erkundete ich,
meist mit meinen älteren Bruder Benjamin, das “Innenleben” der nächstgelegenen Badeseen.Irgendwann kam ich dann durch Anregung einiger Freunde und meines älteren Bruders schließlich zum Tauchen mit Pressluftflasche. Hierbei absolvierte ich
beim TC-Plattling meine Gerätetauch-Ausbildung, wo ich die Grundkenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Pressluft-Tauchgeräten und Druckverhältnissen erlernte. |
| Der besondere Reiz besteht für mich darin, in eine vollkommen andere Welt mit ihren verschiedenartigsten
Lebewesen ein zu Tauchen. Auch die Schwerelosigkeit unter Wasser erweckt in mir noch dazu das Gefühl eines Raumfahrers, der in einen ganz ungewohnt Lebensfremden Raum
eintritt.
Zu meinen besonderen Erlebnissen gehören bisher Tauchgänge zu versunkenen Schiffs-Wracks oder Begegnungen mit Delphinen und Napoleonfischen im roten Meer. |
| Da jedoch unsere jährlichen Ausflüge ans Meer stets nur von begrenzter Dauer waren, spielten sich die meisten unserer Tauchgänge
überwiegend in den kalten Seen im Bayerischen Wald, bzw. im Attersee in Oberösterreich ab. |
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| Wie tief kannst Du mit angehaltenem Atem tauchen?
Um diese Frage drehte sich in den Jahren von 1996 bis 2001 meine überwiegende Freizeitbeschäftigung, |
| denn Benjamin wurde innerhalb dieser Zeit zu einer der schillernsten Persönlichkeiten der deutschen und letztendlich internationalen Apnoe-Freitaucher-Szene.
Seit jeher pflegte ich, wie es bei heranwachsenden Geschwister wohl üblich ist, eine enge Beziehung zu meinem älteren Bruder und
wuchs somit auch immer mehr in die Rolle als Sicherungstaucher in seinem begleitenden Team mit hinein. |
| Sowohl für Benjamin, als auch für mich spielte der sportliche Aspekt unser taucherischen Unternehmungen die tragende Rolle. Die
Gerätetauch-Grundausbildung hatte ich zwar absolviert, doch konnte ich mich nicht sehr damit anfreunden, mit einer Pressluftflasche bestückt, den Seeboden abzutauchen. |
| Um Benjamin bei seinen Tauchgängen in größere Tiefen als Sicherungstaucher zu begleiten, waren mehr seine Freunde vom Tauchclub-Plattling prädestiniert, die
weitaus mehr Erfahrung und Kenntnisse im Gerätetauchenhatten, als ich es wohl jeh haben könnte. |
| Meine Rolle im Team der Sicherungstaucher basierte eher darauf, Benjamin auf seinem Weg nach unten, bzw, bei seinem Aufstieg an
die Wasseroberfläche etappenweise, ausschließlich mit Tauchflossen und Maske zu begleiten. |
| Der Vorteil hierbei lag daran, dass ich als Schnorcheltaucher beweglicher und schneller agieren kann, als Jemnand mit voller
Gerätetauch-Montur. Ausserdem brauche ich mich als Schnorcheltaucher an keine Dekompressionspausen halten. |
| Der Nachteil bei dieser Art der Sicherung: |
| Ich konnte Benjamin nur bis in Tiefen bis max. zwanzig Meter folgen, und auch nur begrenzte Zeit dort ausharren, um Benjamin dann
letztendlich wieder nach oben zu begleiten. |
| Wäre Benjamin also in großer Tiefe was zugestoßen, in der er es von alleine nicht mehr geschafft hätte, zur Wasseroberfläche
zurückzukehren, sähe die ursprünglich geplante Rettungskette folgendermaßen aus: |
| Die Gerätetaucher, die etappenweise unter mir auf Benjamin warteten hätten ihn dann mehr oder weniger von
Taucher zu Taucher nach oben durchgereicht, bis ich Ihn dann in der Wassertiefe um 20 Meter in Empfang genommen und schnell zur Wasseroberfläche befördert hätte. |
| Als Freitaucher war also ich mehr oder weniger der Einzige, der diesen Job von null bis minus 20 Meter erledigen konnte.Wegen der drohenden Dekomressionskrankheit ist es nämlich besonders für Gerätetaucher, die in großen Tiefen abtauchen, unmöglich, nonstop zur
Wasseroberfläche zurückzukehren. |
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| Einen kleinen Einblick, wie dies von statten ging, gibt es >>hier << |
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